Ochsenwerder

144 Mitglieder

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    Nicole Bade
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Zu unserem 1951 gegründeten Ortsverein gehören die drei Hamburger Stadtteile Ochsenwerder, Tatenberg und Spadenland. Sie liegen in den Hamburger Marschlanden im Bezirk Bergedorf und werden einerseits von Dove- und Gose-Elbe und andererseits von Norder- und Hauptelbe begrenzt. Zusammen leben hier 3267 Menschen auf einer Fläche von 20,6 km² (Stand 31.12.2010). Die drei Orte sind Bestandteil der Vier- und Marschlande, die auch als „Garten Hamburgs“ bezeichnet werden. Das Kirchspiel Ochsenwerder wird noch heute durch seinen landwirtschaftlichen Charakter geprägt. Vorherrschend ist der traditionelle Gemüseanbau, der durch die Blumenzucht ergänzt wurde. Einige Betriebe haben auf Bioproduktion umgestellt.

Die Geschichtsschreibung Ochsenwerders beginnt im 12. Jahrhundert. 1142 wurde der heutige Ort Ochsenwerder unter dem Namen "Ameneberg" erstmals urkundlich genannt. Bald darauf begann man mit der Erstbedeichung. 1244 erschien erstmals der Name eines Ochsenwerder Pfarrers in der urkundlichen Überlieferung. Das ist ein Indiz dafür, dass der Ort bereits eine Kirche hatte. 1253 tauchte der heutige Name Ochsenwerder, damals "Oswerthere", erstmals urkundlich auf. Tatenberg wurde 1315 erstmals urkundlich unter dem Namen "Tadekenberghe" erwähnt. Es war ursprünglich getrennt von Ochsenwerder bedeicht, da ein Priel die Orte voneinander trennte. Die Zusammendeichung erfolgte erst 1630. Spadenland erschien unter seinem heutigen Namen erst erstmals erst 14xx.

In der Anfangszeit der Besiedelung verursachten immer wieder Sturmfluten starke Schäden und Verwüstungen an den neu eingedeichten Gebieten, die für den Grafen von Holstein (damals Landesherr) immer mit hohen Kosten verbunden waren. So kam es am 23. April 1395 zum Verkauf des Ochsenwerders an die Stadt Hamburg. Für die Verwaltungsangelegenheiten der Marschlande setzte Hamburg im Jahre 1461 die "Landherrenschaft der Marschlande" ein, der ein Senator als "Landherr" vorstand.

Unsere Kirche ist die St. Pankratius Kirche Ochsenwerder. Die heutige Kirche ist die dritte Kirche Ochsenwerders. Die erste Kirche fiel schon im 14. Jahrhundert Fluten zum Opfer. 1332 wurde die zweite Kirche errichtet. Man baute die Ochsenwerder Kirche auf eine flutfreie Sanddüne, im Volksmund Avenberg genannt. Die heutige Kirche stammt aus den Jahren 1673/74 und enthält noch Inventar aus der zweiten Kirche, wie z.B. den farbenprächtigen Altar von Hein Baxmann aus dem Jahre 1633. Auch die Kanzel ist sehenswert und wird Hein Baxmann zugeschrieben. Besonders erwähnenswert ist die Orgel aus dem Jahre 1708, ein Werk des Orgelbaumeisters Arp Schnittger. Der heutige Kirchturm stammt aus dem Jahre 1740. Bis dahin hatte man in Ochsenwerder einen hölzernen Glockenturm.
Gegenüber der Kirche befindet sich das Pastorat, ein Fachwerkbau aus dem Jahre 1634. Bis 1945 schloss sich ein reetgedeckter Wirtschaftsteil an den heutigen Kopfteil an, der bei Bombenangriffen zerstört wurde. Die Kirche mit Pastorat und davorliegendem Brack (entstanden bei einer Flut 1630) bilden ein malerisches Ensemble und stehen unter Denkmalschutz. Sie sind die hervorragendste Sehenswürdigkeit Ochsenwerders.

Ochsenwerder ist heute weithin als Naherholungsgebiet bekannt. Zu tausenden kommen Erholungssuchende zum Hohendeicher See um ihre Freizeit mit Surfen, Angeln oder Baden zu verbringen. Der ehemalige Bahndamm der Marschbahn ist Bestandteil des Elberadweges und lockt zudem zum Spazierengehen oder Skaten in der Natur. Auch Yachthäfen, Kleingartenvereine, Dauercampingplätze und ein Swingolfplatz sind für die Hamburger Naherholung entstanden.

Die kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen und Feste werden in Ochsenwerder von den Vereinen ausgerichtet. Ochsenwerder zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben, mit zahlreichen Gesangsvereinen, Freiwilligen Feuerwehren, Theatergruppen, Sportverein, Schützenverein, Verein "Unser Dorf erhalten" und natürlich unserem Landfrauenverein aus. Mit unseren zahlreichen Veranstaltungen runden wir das Angebot der Vereine ab.

Die Ochsenwerder Landfrauen sind moderne, kreative Frauen jeden Alters, die für alles Neue aufgeschlossen sind. Wir treffen uns z. B. zu informativen Abendveranstaltungen in unserem Vereinslokal RESTAURANT "Tatenberger Fährhaus", Tatenberger Deich 162, 21037 Hamburg, wir unternehmen gerne interessante Tagestouren mit Besichtigungen und Betriebsführungen, treffen uns zu Vorträgen und Diskussionen und feiern auch gerne.

Wir freuen uns sowohl über Gäste als auch neue Mitglieder.

Wir heißen Sie herzlich willkommen.